Als Urgestein des deutschen Schlagers bekannt, besucht Graham Bonney das große Musikfest von Freitag bis Sonntag, 8. bis 10. Juni, der Karnevalsgesellschaft (KG) „So sind wir“ in Buchholz, das anlässlich des 111-jährigen Bestehens des Vereins gefeiert wird. Live-Musik vom allerfeinsten mit dem Orchester Otto Bauer ist garantiert. Doch zuvor stellte sich Graham Bonney den Fragen von Rhein-Wied AM WOCHENENDE.

Graham Bonney, Sie gelten mit mehr als 50 Dienstjahren als Urgestein der deutschen Schlagerszene. Wie hat das Abenteuer Musik für Sie persönlich begonnen?

Graham Bonney: Im Alter von vier Jahren habe ich bereits auf der Bühne gestanden und kleine Erfolge gefeiert. Im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren wurde mir in einer Musikschule die Freude an der Bühnenshow vermittelt. Dort war ich unter vielen Mädchen der einzige Junge (lacht) – aber ich habe es „überlebt“. Wir lernten Steppen, Tanzen und Singen, das alles hat mich musikalisch sehr geprägt. Als ich zwölf Jahre alt war zogen meine Eltern mit mir innerhalb von England um und es kamen noch weitere Interessen dazu. Ich war ein guter Fußballer, habe auch Rugby und Tischtennis gespielt. Aber die Musik und die Bühne haben mich nie wirklich losgelassen. Es folgte die Rock’n'Roll Zeit und Gitarre und E-Gitarre haben mich „geküsst“! Mit 16 Jahren habe ich eine kleine Schulband gegründet und wir haben schon damals tolle Musik gemacht.

Wann begann für Sie das bis heute anhaltende Profi-Musikgeschäft?

Graham Bonney: Genau genommen 1961; ich hatte zwar noch einige Nebenjobs aber für viele Auftritte erhielt ich schon Geld. Richtig entdeckt wurde ich 1965 durch die Zusammenarbeit mit Barry Mason. Er schrieb den Text von „Supergirl“. Hinzu kam eine Deutschlandtournee als Gitarrist mit der weltweit bekannten Band „Beach-Boys“ und keinem geringeren als Chris Andrews.

Dann ging es ja mit Ihrer Karriere in Siebenmeilenstiefeln weiter.

Graham Bonney: Ja, das stimmt! Es folgten weitere erfolgreiche Titel wie „Wähle 3-3-3“, „Hey Little Lady“ und „Das Girl mit dem La-la-la.“ Die Countrymusic kam hinzu mit dem Titel „Von den blauen Bergen kommen wir . . .“

Während dieser Zeit hatten Sie bis zu 220 Auftritte im Jahr. Verliert man da nicht auch mal die Lust?

Graham Bonney: Die Bühne ist mein Leben, ich brauche sie wie die Luft zum Atmen und ich bin nach wie vor hoch motiviert und mit Leidenschaft dabei! Ich freue mich jetzt schon sehr auf den Auftritt am 9. Juni in Buchholz bei der KG „So sind wir“ zu deren Jubiläum. Besonders freue ich mich darauf, dass wir an diesem Abend ausschließlich Live-Musik präsentieren. Noch dazu mit meiner Lieblingsband Otto Bauer, er legt für mich und die weiteren Künstler den musikalischen roten Teppich!

Wie wird Ihr Programm für Buchholz aussehen?

Graham Bonney: Im Festzelt sollen Freude und Spaß herrschen – daher wird es ein Querschnitt meiner Erfolge sein mit Stimmung – Stimmung und noch mal Stimmung.

Die Fragen stellte

Elisabeth Klöckner

Text: vfa-online.de

Foto: Graham Bonney